Sonntag, 28. Februar 2010

Hochwasser auf der Wiese


Samstag 27. Februar 2010 13:00 Uhr: Seit Mitte der Woche steigt der Rhein. In Köln wird die Flutung der U-Bahnbaustelle vorbereitet. Der Bonner Pegel steht zu diesem Zeitpunkt bei 5,76 m mit langsam steigender Tendenz. Auf der Wiese haben sich schon die ersten Grundwasserseen gebildet. Zeit zum Überlegen, ob die beiden Koteimer auf der Rheinseite der Wiese vor dem Wegschwimmen gerettet werden müssen. Kritisch wird es bei einem Pegel oberhalb von 5,80 m. Um 17:00 Uhr ist dieser Pegelstand erreicht; allerdings sieht es so aus, als ob der Rhein nicht mehr weiter steigt. Also noch keine unmittelbare Gefahr für die Eimer.

Sonntag 28. Februar 8:00 Uhr: Der Pegel steht bei 6 m. Oh Schreck! Was ist mit den Eimern? Durch starke Regenfälle während der Nacht ist der Rhein doch weiter gestiegen. Also schnell mit dem Transportfahrrad zur Wiese gefahren. Von weitem konnte man sehen, dass die halbe Wiese schon unter Wasser stand. Wo sind die Eimer? Am Ziel angekommen, fiel mir ein Stein vom Herzen. Aufmerksame Wiesengänger(innen) hatten die beiden rheinseitigen Eimer in Sicherheit gebracht. Da der Rhein weiterhin stieg, habe ich sicherheitshalber die am meisten gefährdeten Eimer auf die Mauer an der Brücke gestellt. In Köln würde man sagen: "Ejal wat kütt, et hätt noch immer jot jejange."





1 Kommentar:

  1. sehr schöner Artikel - jetzt gehen wir alle unter die Schreiberlinge..............und haben ein weiteres, neues Hobby.......

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